Wenn wir irgendwo OKR einführen wollen, schauen uns die Leute immer noch an, als hätten wir gesagt, wir seien mit einem selbstfahrenden Auto ins Büro gekommen. Dabei ist das Konzept genauso alt wie wir.
In Ungarn kennen wir kaum ein Dutzend Unternehmen, in denen OKR wirklich gut funktioniert - aber wir dürfen stolz sagen, dass wir bei mindestens der Hälfte davon unsere Finger im Spiel hatten. OKR, alias Objectives & Key Results, ist das beste Framework von der Stange, das der Markt zu bieten hat. Zusammen mit einer guten Strategie kann es ganz allein die Organisation in eine Richtung ziehen, die Kultur zusammenschweißen und das Unternehmen auf Wachstumskurs bringen. Es funktioniert mit 30 Leuten und mit 3000, und wenn es gut aufgesetzt ist, überlebt es sogar einen Wechsel an der Spitze. Einen Haken hat die Sache allerdings: Man muss investieren. Geld natürlich auch, vor allem aber Zeit und Energie.
Ganz egal, ob Sie Dienstleister oder Produzent sind, 2 Jahre oder 200 Jahre alt: Wenn Sie spüren, dass die Ebenen Ihrer Organisation nicht gut genug aufeinander abgestimmt sind, wenn zu viel Spannung in der Luft liegt, wenn sich das „Was mache ich hier eigentlich?“-Gefühl breitmacht, wenn Ihre Leute klagen, dass sie nicht wissen, wie ihre tägliche Arbeit mit dem großen Ganzen zusammenhängt, dann liegt genau hier das Problem. Und OKR kann dafür eine schnelle und sehr gute Lösung sein. Natürlich nur, wenn Sie die Ärmel hochkrempeln und sich reinhängen - aber Ihnen die Arbeit zu ersparen, war ja auch nie unser Ziel. :)